Der letzte Tropfen und neue Hoffnung

Vom DRK-Team

Nachdem 2015 Regenfälle in Somalia ausgeblieben sind, ging es für die Menschen am Horn von Afrika ums Überleben. Während der folgenden Dürre versiegte das Wasser, verendeten Tiere, vertrockneten Felder und verwaisten Dörfer. Das DRK leistete akute Nothilfe und füllte mit Lastern Wasserspeicher auf. Nun, da der Regen wieder eingesetzt hat, ist die schlimmste Not überwunden, doch die Lebensgrundlagen sind zerstört. Deshalb bleibt das DRK weiterhin vor Ort, um zu helfen – ein Rück- und Ausblick.

Gemeinsam mit dem Finnischen Roten Kreuz (FRC) stand das DRK dem Somalischen Halbmond und den Menschen vor Ort während der Dürre bei. Der DRK-Delegierte Kamwati Wango erinnert sich an eine Wasserlieferung im Dorf Hara-Adad im westlichen Somaliland vor wenigen Monaten und an die Menschen, die er dort getroffen hat.

Hodan Aden (links) und Adar Aden holen Wasser vom Wasserreservoir ihres Dorfes. Foto: Aapo Huhta/ Finnisches Rotes Kreuz

Hodan Aden (links) und Adar Aden holen Wasser vom Wasserreservoir ihres Dorfes. Foto: Aapo Huhta/ Finnisches Rotes Kreuz

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”…diese Verbesserungen jetzt zu sehen, das macht mich froh”

Seit Frühjahr 2016 untersützt das DRK gemeinsam mit dem Finnischen Roten Kreuz die Gesundheitsversorgung in Somalia. Drei Frauen aus der somalischen Provinz Dilla stellen sich hier vor, verraten  ihre Wünsche und Hoffnungen und sie erzählen, wie wichtig die Gesundheitsstation für sie ist, die das DRK nun fördert.

Halima Abdullahi Aden

”Mein Name ist Halima Abdullahi Aden. Ich lebe als Witwe mit sieben Kindern in der Provinz Dilla und bin eine der Freiwilligen der Mutter-Kind-Gesundheitsstation hier. Wenn es diese Klinik nicht gebe, stünden Mütter vor vielen Problemen: Komplikationen bei der Geburt; Blutungen, die zum Tod führen; akute Mangelernährung der Kinder; fehlende Impfungen; mangelnde Gesundheitsfürsorge und vieles andere.

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Glückliche Rettung in Bangladesch – Weniger schwere Folgen des Zyklons Roanu durch DRK-Katastrophenvorsorge

Ein Katastrophenvorsorgeprojekt des Deutschen Roten Kreuzes konnte Leben retten, als der Zyklon Roanu am 21. Mai über Bangladesch hinwegfegte. Zuvor war schon Sri Lanka schwer getroffen worden, dann erreichte der Sturm die Küstenregion um die Distrikte Bhola, Noakhali und Lakshmipur. Hier führt das DRK gemeinsam mit lokalen Partnern z.B. Schulungen mit Bewohnern durch und trainiert Schüler in Katastrophenvorsorge.

Von Moris Monson, DRK-Mitarbeiter in Bangladesch

“Ich bat alle meine Nachbarn, schnell zum Schutzraum zu gehen. Als ich die traurige Nachricht hörte, dass ein Nachbarskind von der Flut fortgerissen wurde, war ich dankbar, dass meine Familie verschont blieb.“ Das sagt Mohima Begum, eine 33-jährige Mutter von drei Kindern aus dem Dorf Pandit Gram auf der Insel Hatiya.

Leben in einem gefährdeten Ufergebiet: Mohima Begum und ihre Famlie. Foto: DRK

Leben in einem gefährdeten Ufergebiet: Mohima Begum und ihre Famlie. Foto: DRK

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Leben retten in Laos – mit Blutspenden

Von Tim Bray, DRK-Mitarbeiter in Laos

Blut gehört auch in Laos zum Wertvollsten, das Menschen zu geben in der Lage sind. Der Bedarf an Blutspenden vor Ort ist sehr hoch. Seit 2006 unterstützt das Deutsche Rote Kreuz den Blutspendedienst des Laotischen Roten Kreuzes. Regionale Blutbanken und mobile Blutspendeaktionen sollen vor allem auf dem Land die Versorgungslücke schließen. Denn Blutspender sind Lebensretter. weiterlesen

#Setze ein Zeichen: DRK-Ehrenamtliche werden Feldköche

Menschen in Not können sich auf das Deutsche Rote Kreuz verlassen – im In- und Ausland. Kommt es in Deutschland beispielsweise zu Überschwemmungen oder Massenkarambolagen, müssen viele Menschen evakuiert oder versorgt werden, dann sind die DRK-Bereitschaften zur Stelle, um zu helfen. Die Ehrenamtlichen leisten Erste Hilfe oder geben seelischen Beistand, sie errichten Notunterkünfte,  helfen bei der Suche nach Angehörigen oder versorgen die Menschen mit Nahrung. Auf ihre Aufgaben werden die Helfer mit Schulungen und Trainings vorbereitet. Hannes Klaus von den DRK-Bereitschaften Mecklenburg-Vorpommern gibt einen Eindruck davon und berichtet von der Grundausbildung neuer Feldköche.

Wir brauchen dich und deine Zeit, um Menschen helfen zu können. Setze ein Zeichen, werde Ehrenamtlicher beim DRK! https://www.drk.de/mitwirken/der-mensch-im-mittelpunkt-ehrenamt-beim-drk

Wir brauchen dich und deine Zeit, um Menschen helfen zu können. Setze ein Zeichen, werde Ehrenamtlicher beim DRK!

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Das Lachen der anderen

Von Rouven Brunnert, DRK-Delegierter im Nahen Osten

Mehr als ein Dutzend grölender Kinder donnert auf uns zu, als wir eine einfache Siedlung von syrischen Familien im libanesischen Qoub Elias besuchen. Sie albern herum, zupfen neugierig an unserer Kleidung oder den Händen. Es scheint, als wollen uns gleich alle zeigen, wie sie hier leben. Zumindest wollen sie unsere Aufmerksamkeit. Hier und jetzt.

Posieren fürs Foto: Kinder von Qoub Elias und der DRK-Delegierte Rouven Brunnert. Foto: R. Brunnert/ DRK

Posieren fürs Foto: Kinder von Qoub Elias und der DRK-Delegierte Rouven Brunnert. Foto: R. Brunnert/ DRK

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Die Zukunft der humanitären Hilfe – Ein Blick auf den Weltgipfel in Istanbul

von Alexandra Rüth, Referentin Koordination Klimaanpassung

Auf nach Istanbul

Am Samstag, den 21. Mai, packte ich nicht nur meine Koffer, sondern auch Stand-up-Banner, Broschüren, Postkarten etc. und los ging es nach Istanbul. Der erste Humanitäre Weltgipfel (World Humanitarian Summit) begann am Sonntag, den 22. Mai, zunächst mit einer großen Ausstellung. Am Montag, den 23. Mai und Dienstag, den 24. Mai, ging der Gipfel dann mit zahlreichen Veranstaltungen und den Regierungsverhandlungen in die heiße Phase.

Alexandra_Rueth beim World Humanitarian Summit in Istanbul 2016

Alexandra Rüth, DRK, beim World Humanitarian Summit in Istanbul 2016. Foto: DRK

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Togo: Warten auf den Regen

In Togo begleitet unsere Delegierte Andrea Kehrwald ein DRK-Projekt, das Frauen und ihren Familien hilft, ihre landwirtschaftlichen Erträge zu verbessern und so ihr Einkommen zu sichern. Für ein paar Tage lässt sie uns an ihrer Arbeit und ihren Eindrücken teilhaben.

22. April 2016
Es ist fast 22 Uhr und noch 30 Grad – gefühlte 36 Grad laut Wetter-App – und 74 Prozent Luftfeuchtigkeit. Alle warten auf die Regenzeit. Sie sollte schon lange da sein … Klimawandel! Um das lokale Klima zu verbessern, und unter anderem auch zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit, haben wir gerade in den ersten 30 Dörfern Baumschulen eingerichtet. 60.000 bis 70.000 Bäume werden es am Ende sein, wenn alle überleben. Dazu kommen 4.500 veredelte Orangenbäumchen für die Mütterclubs. Sie werden zur Ernährung der Familien beitragen und Einkommensquelle sein.

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Zu fünft in einem Zimmer – und bald zu sechst

Leben in einem Camp für 6.000 Binnenvertriebene in der Ukraine

Von Haris Aljevic, DRK-Deligierter in Charkov, Ukraine

Valeria Vasilevna Didenko, 21, aus Alechevsk, einer kleinen Stadt in der Region Lugansk ist eine alleinerziehende Mutter und schwanger. Ihre Tochter Alina wurde am 7. Juni 2014 geboren. Als ihr Freund erfuhr, dass sie wieder schwanger ist, hat er sie verlassen. Vielleicht ist er nach Russland, um dort eine Arbeit zu finden. Valeria wird bald ihr zweites Kind bekommen, ein Kind, das im Flüchtlingsheim das Licht der Welt erblicken wird. Valeria wird dann mit 21 zweifache Mutter sein und sich auch noch um ihre Mutter sowie um zwei Geschwister kümmern müssen. weiterlesen

Erdbeben in Nepal: „Die Zerstörung war verheerend“

Ein Rückblick von Karl-Philip Gawel

Der DRK-Delegierte Karl-Philip Gawel flog zwei Tage nach dem ersten Erdbeben im April nach Nepal, um vor Ort zusammen mit dem Nepalesischen Roten Kreuz (NRK) die Verteilung der deutschen Hilfsgüter zu koordinieren.

Karl-Philip Gawel

Der DRK-Delegierte Karl-Philip Gawel im Erdbebengebiet. Seine Aufgabe: die Verteilung der Hilfsgüter aus Deutschland zu koodinieren. Foto: René Schulthoff/ DRK

Als ich in der Hauptstadt Kathmandu landete, herrschte Chaos: Überall zerstörte Häuser, Schutthaufen, Bilder von Vermissten. Sämtliche Freiflächen schienen von Menschen belagert, die aus Angst vor Nachbeben im Freien schliefen. weiterlesen